Die klassische Homöopathie ist eine eigenständige Heilweise mit 200jähriger Geschichte. Ausgeübt wird sie in Deutschland von Ärzten und Heilpraktikern, die sich zusätzlich zu ihrer Berufsausbildung durch meist jahrelanges Studium in diese Methode eingearbeitet haben.

Die Bezeichnung "Homöopathie" stammt aus dem Griechischen: "homoios" bedeutet ähnlich oder gleichartig und "pathos" bedeutet Leiden.

Die Vorstellung, dass Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen sei, findet sich ansatzweise bereits im Schriftentum der Antike, etwa bei Hippokrates. Auch aus den Werken des berühmten Arztes und Forschers Paracelsus
(15. Jahrhundert) leuchtet das Ähnlichkeitsprinzip stellenweise auf. Dieses Prinzip bedeutet den Einsatz von Heilmitteln, welche bei der Arzneiprüfung an gesunden Probanden möglichst ähnliche Symptome hervorzubringen imstande sind.

Das Verdienst, dies experimentell begründet und daraus eine praktisch anwendbare, lehrbare Heilmethode entwickelt zu haben, gebührt jedoch dem Arzt und Chemiker Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann, der diesem Heilverfahren auch den Namen "Homöopathie" gab.

Das Ähnlichkeitsprinzip ist die Grundlage der klassischen Homöopathie. Inzwischen verfügt die klassische Homöopathie über weit mehr als 1000 geprüfte und registrierte Einzelsubstanzen in verschiedenen Potenzierungen. Ständig werden neue Prüfungen unternommen mit dem Ziel, den Einsatzbereich der Homöopathie durch weitere Heilmittel zu erweitern.